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XL. Kolloquium der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis Transzendieren und Verwurzeln in krisenhaften Zeiten. Philosophieren an den Grenzen von Sprechen, Verstehen und Handeln


  • Wilhelm-Kempf-Haus 65207 Wiesbaden-Naurod Germany (Karte)

Das menschliche Dasein ist von einem tiefen existenziellen Erleben geprägt. In ihm offenbart sich eine Spannung zwischen dem Streben nach Transzendenz – dem Überschreiten des Herkömmlichen – und dem Bedürfnis nach Verwurzelung als menschliche Grundhaltung.

Gerade in krisenhaften Zeiten, die uns sprachlos und mitunter einsam zurücklassen, wird das Austarieren dieser Pole zu einer zentralen Lebensaufgabe. Die Philosophische Praxis erschließt hierfür besondere Potenziale, da in ihr Begegnungen stattfinden, die sich in Räume der Erkenntnis jenseits des sprachlich Fassbaren hinein öffnen.

Dieses Phänomen des Transzendierens ereignet sich im Dialog zwischen Praktiker:in und Gast, wo eine Intersubjektivität entsteht, die auf einer nonverbalen Ebene des Verstehens gründet. Ähnliches vollzieht sich in gemeinschaftlichen Formaten wie zum Beispiel dem Philosophischen Salon: Hier werden Denkvorgänge initiiert und inspiriert, die zu emergenten, gruppenspezifischen Erkenntnisbewegungen führen können. Paradoxerweise ermöglicht gerade dieser Akt des gemeinsamen Überschreitens eine neue Form der Verwurzelung in der Dialogkultur. Es konstituiert sich ein gemeinsames Sein, ein tragendes Geflecht der Verbundenheit, das im geteilten, aufeinander bezogenen Denken und Erleben verankert ist.

Das XL. Herbstkolloquium widmet sich den Potenzialen der Philosophischen Praxis, diese dialektische Bewegung von Transzendieren und Verwurzeln zu begleiten. Mit Impulsvorträgen, Workshops und dialogischen Praxisformaten erforschen wir deren fundamentale Bedeutung für das Individuum und die Gemeinschaft in unserer Zeit.

Frühere Events: 17. September
Kollegiale Beratung (online)
Späteres Event: 8. Oktober
Publikationsschau (online)